Christoph Ransmayr zählt spätestens seit dem Erscheinen
seiner Romane Die letzte Welt und Morbus Kitahra zu den international
wichtigsten und renommiertesten deutschen Schriftstellern der zeitgenössischen
Literatur. Bereits in seinem ersten Roman Die
Schrecken des Eises und der Finsternis – ein Versuch die authentischen
Quellen der Polarexpedition unter Payer und Weyprecht in Fiktionalität zu
betten – beherrscht das zentrale Motiv
der „Suche nach dem fernsten Ort“ sein Werk, welches bis hin zu seinem
jüngsten Roman Atlas eines ängstlichen
Mannes reicht.
Ernst-Toller-Preis
Der Ernst-Toller-Preis, ein 1993 ins Leben gerufener Literaturpreis, der alle zwei Jahre für außerordentliche literarische Leistungen im Spannungsfeld von Literatur und Politik in Neuburg an der Donau vergeben wird, wurde an diesem Samstag an Christoph Ransmayr verliehen. Zu den Werken des deutschen Schriftstellers Ernst Toller, welcher in der Zeit der Münchner Räterepublik eine zeitlich begrenzte, jedoch außerordentlich wichtige politische Rolle als Vorsitzender der bayerischen USPD (1919) inne hatte, erscheint noch in diesem Jahr, anlässlich seines 150 jährigen Geburtstages, eine kritische Ausgabe.
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